Der ehemalige Gemeindesteinbruch von Hesborn wurde bereits vor mehr als 100 Jahren angelegt, um vor allem Bruchsteine  für den Hausbau zu gewinnen. Der hier vorkommende bankige, zähharte und verwitterungsbeständige Kalkstein war für diese Zwecke bestens geeignet. Noch heute stehen in Hesborn und den Nachbargemeinden viele ältere Häuser, deren Fundamente aus diesem Kalkstein gebaut wurden. Teilweise wurden die Steine auch für die Beschotterung der Waldwege und Straßen genutzt. Nach Beendigung der Abbautätigkeiten im Jahre 1960 wurde der Steinbruch  offen gelassen und dient seitdem als Freizeitgelände und Dorfplatz für diverse Veranstaltungen. Im Jahr 2014 wurde von dem Förderverein hierfür auch eine Schutzhütte errichtet,.

Kulm Grauwacke

Kieselige Übergangsschichten

Kulm Kieselkalk

Kulm Kieselschiefer

Liegende Alaunschiefer

Hangenberg-Schichten

Dasberg-Schichten

Hemberg-Schichten


Im Steinbruch sieht man kieselige Kalksteine, die zur geologischen Formation der „Kulm-Kieselkalke“ aus der Unterkarbon-Zeit (etwa vor 320 Mio. Jahren) gehören.  Der Name Kieselkalk rührt von dem hohen SiO2-Gehalt (Kieselsäure) der Kalksteine. Die Kieselsäure (SiO2, in anderer Form auch als Quarz bekannt, verleiht dem Gestein seine besondere Härte. Zwischen den Kalksteinbänken finden sich häufig dünne Tonlagen, meist grau bis gelblichbraun gefärbt und sehr mild. Hierbei handelt es sich um Tuffe und Tuffite (Vulkanaschen), die zwischen den Kalksteinen abgelagert wurden.

Der Hesborner Steinbruch ist eine von 14 Stationen der Geo-Erlebnis-Route rund um Hallenberg und Medebach.

 

-Geologischer Dienst Nordrhein-Westfalen-

Im November 2015 lösten sich Nachts rund 100 Kubikmeter - oder umgerechnet 200 Tonnen - Stein an der 20 Meter hohen Felswand. Dabei stürzten riesige Steinblöcke mit Kantenlängen von bis zu einem Meter herab. Seitdem fielen immer mal wieder Steine herab, was zur Folge hatte, dass der Steinbruch für die Öffentlichkeit gesperrt wurde. Aus den heruntergefallenen Brocken wurde ein 1,50m hoher Schutzwall gebaut vor dem anschließend auch noch ein 2m  hoher Zaun errichtet wurde.